SCHLOSS DÜRRENMUNGENAU - GESCHICHTE EINE ZUKUNFT GEBEN

 

Geschichte


1278 wird „Mungenau“ erstmals genannt. Es gab hier ein „festes Haus“ zur Sicherung der Fernstraße von Nürnberg nach Augsburg. Im 30-jährigen Krieg haben Schloß, Kirche und Ort schwer gelitten, der Ort war schließlich Wüstung.

Nach den Familien v. Westernach und v. Crailsheim kaufte 1651 der Nürnberger Patrizier Jobst Christoph Kreß v. Kreßenstein Dürrenmungenau und siedelte den Ort wieder auf. Das Schloß wird erst 1720/25 in barocker Form wieder aufgebaut.

Die Familie Kreß v. Kreßenstein nutzte Dürrenmungenau als Sommersitz. Im 18. Jahrhundert erlangte Dürrenmungenau seine kulturelle Blüte, u.a. mit Beziehungen zum Pegnesischen Blumenorden.

Seit 1896 ist Dürrenmungenau im Besitz der Freiherren Leuckart v. Weißdorf und deren Nachkommen. Um 1900 wurde die Anlage grundlegend erneuert. Es entstanden neue Wirtschaftsgebäude und das Schloß wurde im Stil des Historismus umgestaltet.

 

Die Anlage

Man betritt den Schlosshof, von einer Lindenallee kommend, durch eine Toranlage, deren hohes schmiedeisernes Tor von 2 Tortürmen mit Zwiebelhauben umrahmt ist. Das ganze Anwesen mit Schloß, Park, Obstgarten und Gutshof wird eingefasst von einer Sandsteinmauer; es wechseln Zaunteile mit Sandsteinsäulen, begrenzt von weiteren 4 Zwiebeltürmen.

Der Schlosshof wird flankiert von einer großen Hopfenscheune von 1736 und als Gegenüber von einem streng gegliederten, niedrigen Nutzbau (Waschhaus) aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. In der Mitte des Schlosshofes ein Rondell, daneben eine Linden- und eine Kastaniengruppe mit Brunnen. Sämtliche Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Die Allee sowie die alte Eichengruppe am Dorfeingang stehen unter Naturschutz.

 

Die Gutsverwaltung

Die wirtschaftliche Grundlage des Betriebes sind die Land– und Forstwirtschaft sowie die Vermietung und Verpachtung der Gebäude. Die umfangreichen Erhaltungsmaßnahmen können daraus allerdings nicht geleistet werden, weshalb die Eigentümer noch außerhalb der Land– und Forstwirtschaft berufstätig sind. Darüber hinaus wird eine schonende Nutzung der noch leer stehenden Gebäude zur Sicherung der Substanz gesucht.

Der Förderverein soll hier Unterstützung leisten und Lösungen suchen.